Roland aufstellen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Denkmale_und_Standbilder_der_Stadt_Bremen#Baum-Roland

 

 

 

 

 

 

 

Baum-Roland

 

                       

 

  • Errichtet: 17. Oktober 2011
  • Anlass: 600. „Geburtstag“ des      Rolands auf dem Marktplatz im Auftrag der Bremer City-Initiative.[4]
  • Entwurf: „Baumkaiser“ Günter      Culik
  • Ausführung: dto. 2004
  • Material: Stamm einer      600jährigen Eiche
  • Aufstellungsort:      Bremen-Burglesum, Blindengarten in Knoops Park (♁Lage)
  • Besonderheiten: Der Eichenstamm      aus Knoops Park wurde zum Ansgarikirchhof transportiert und dort die      Skulptur vom Künstler gefertigt.
  • Status: noch am selben Ort
  • Info:
  • Die Roland-Holzfigur im Blindengarten entstand aus einem 600 Jahre alten Eichenstamm
  • Die Roland-Holzfigur im Blindengarten entstand aus einem 600 Jahre alten Eichenstamm

    Sieben Jahre wartet er auf seinen Standort

    IRIS MESSERSCHMIDT 22.10.2011 0 Kommentare

    St. Magnus. "Er wurde im Blindengarten aufgestellt. Endlich! Es ist ein Trauerspiel, dass er so lange verschwunden war." Ilse Gottwald ist nicht die einzige Leserin, die gegenüber unserer Redaktion ihre Freude über den wiederentdeckten und nun im Blindengarten aufgestellten "Roland" von Günter Culik - besser bekannt als "Baumkaiser" - bekundet. Hinter der rund drei Meter hohen Holzfigur steckt eine weitere spannende Geschichte, die erzählte Falko Kerkhoff.

    000

    Sein großer Bruder feierte Geburtstag, und zwar den 600. im Jahr 2004. Dem Bremer Wahrzeichen im Herzen der Hansestadt sollte aus diesem Grund eine ganz besondere Überraschung zuteil werden. "Der Zufall wollte es, dass zu diesem Zeitpunkt ein 600 Jahre alter Eichenbaumstamm in Knoops Park entdeckt wurde. So beauftragte ich in meiner damaligen Funktion als Geschäftsführer der Bremer City-Initiative Günter Culik mit einer besonderen Arbeit", berichtet Falko Kerkhoff.

    Symbol für Bremer Unabhängigkeit

    Kerkhoffs Hintergedanke dabei war, ebenfalls auf die Geschichte des ersten Roland aufmerksam zu machen. Der war nämlich einst von den Bremer Ratsherren als Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit in Auftrag gegeben worden, die Erstfertigung, sie war aus Holz. Dieses wiederum ärgerte den Erzbischof Albert II, der die Holzfigur 1366 niederbrennen ließ. "Die Bremer ließen sich das nicht gefallen und errichteten ihren Roland aus Stein neu", erzählt Falko Kerkhoff.

    Auf dieses geschichtsträchtige Ereignis und die genauen Hintergründe sollte anlässlich der Feierlichkeiten zum 600-jährigen Geburtstag des Rolands eine besondere Aktion veranstaltet werden. Günter Culik sollte im Ansgarikirchhof vor der Kulisse der Handwerkskammer in der Öffentlichkeit aus dem 600 Jahre alten Eichenstamm die Roland-Figur fertigen.

    "Da gab es schon im Vorfeld ein riesiges logistisches Problem", erinnert sich Falko Kerkhoff. Den mehrere Tonnen schweren Eichenstamm von Knoops Park zur Bremer City zu transportieren, habe sich laut Kerkhoff nämlich gar nicht so einfach gestaltet. "Wir mussten sogar den Brill für zwei Stunden sperren", erzählt Kerkhoff. Die Aktion und die Fertigung durch Günter Culik sei im Übrigen gut angenommen worden. Dem Ansinnen Günter Culiks, dem so gefertigten Roland eine Rückkehr nach Nordbremen zu ermöglichen, habe Falko Kerkhoff ebenfalls nichts entgegenzusetzen gehabt.

    "Herr Culik hatte mir davon berichtet, dass Ortsamtsleiter Klaus Dieter Kück Interesse an der Aufstellung des Roland vor dem Burglesumer Ortsamt bekundete. Das konnte dann ja leider nicht umgesetzt werden."

    Erstaunt zeigte sich Falko Kerkhoff allerdings darüber, dass der Roland sieben Jahre lang im Verborgenen blieb, sich niemand weiter um die Geschichte kümmerte und so in Vergessenheit geriet, wie und warum er entstand. "Ein Anruf bei mir hätte genügt, schließlich gab es einige Menschen, die um den Roland und meine Rolle wussten. Ich hätte mich sicherlich auch darum bemüht, dass diese Figur eher einen vernünftigen Platz bekommt. Im Blindengarten finde ich sie im Übrigen sehr gut platziert. Schade nur, dass der umtriebige Initiator, Uwe Absolon, dieses nicht mehr miterleben konnte. Das stimmt mich doch ein wenig traurig." Keineswegs traurig, sondern sehr stolz und froh zeigte sich gestern im Blindengarten der Künstler. Der "Baumkaiser" Günter Culik war vor Ort, um sich den neuen Standort des "Roland" im Blindengarten anzuschauen. Im Übrigen ist diese Statue nicht das einzige Werk von Günter Culik in Knoops Park. Wie Ilse Gottwald berichtet, gibt es auf dem Spielplatz Stromwinkel, in

    Nachbarschaft zum "Admiral Brommy" und am Ende des Weges vom Spielplatz Richtung Café, jeweils einen großen Fisch, geschnitzt aus dicken Baumstämmen. Kinder können darauf balancieren oder reiten. "Der ,Baumkaiser' ist nämlich auch ein großer Freund der Kinder", freut sich Ilse Gottwald.