Trinkwasser

Wald ist wichtig für hochwertiges Trinkwasser

Herausgeber: Nds. Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Wald ist wichtig für hochwertiges Trinkwasser
Staatssekretär Ripke auf der
Jahrestagung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald - Niedersachsen e.V.

Hannover. Auf der Jahrestagung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald - Landesgruppe Niedersachsen e.V.

in Altwarmbüchen am 12. März 2007 hob Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke in Vertretung

von Minister Hans-Heinrich Ehlen die Bedeutung des Waldes in Niedersachsen besonders als hochwertigen Trinkwasserspeicher hervor.
"Niedersachsen ist zwar primär als Agrarland Nummer eins in Deutschland bekannt, aber mit knapp 1,2 Millionen Hektar Wald,

das sind 24 % der Landesfläche, stehen wir im Vergleich aller

Bundesländer an dritter Stelle", sagte Staatssekretär Ripke.
Minister Ehlen habe das Tagungsmotto gelobt, weil der Wald neben seinen Leistungen zur Versorgung

der Holzwirtschaft mit dem ökologischen Bau- und Werkstoff Holz und zur Erholung

und Freizeitgestaltung der Bevölkerung auch ein Lieferant des wertvollen Lebensmittels Wasser sei.
Wälder haben nachgewiesen positive Auswirkungen auf den Wasserhaushalt. Sie wirken ausgleichend

auf den Gebietswasserhaushalt, dämpfen den Oberflächenabfluss und produzieren infolge einer hohen Filter

- und Pufferleistung der Waldböden im Regelfall hochwertiges Trinkwasser. "Deshalb liegen viele

Wassergewinnungs- und -vorranggebiete häufig

unter Wald", so Staatssekretär Ripke.
Er stellte deshalb besonders heraus, dass die Wasserwirtschaft von diesen positiven Eigenschaften des Waldes

profitiert und beim Verkauf des Wassers an die Verbraucher wirtschaftlichen Nutzen ziehe. Daher sei die Frage

gerechtfertigt, wie denn der Waldbesitz an dieser Wasserdienstleistung seines Waldes partizipieren kann.

Vor allen Dingen dann, wenn die Waldbesitzer bereit sind, ihren Wald zugunsten einer

Verbesserung der ökologischen Qualität in

Laub- bzw. Mischwälder umzubauen.
Staatssekretär Ripke vertrat die Auffassung, dass neben einer Entgeltung der Waldbesitzer für Waldumbaumaßnahmen

- in Niedersachsen sei hierfür das "Fuhrberger Feld" der Stadtwerke Hannover beispielgebend -

auch an eine direkte Finanzbeteiligung der Waldbesitzer

an der Wasserentnahme zu denken sei.
"Hierzu ist allerdings ein Umdenken in unserer Gesellschaft nötig, durch geeignete rechtliche Normen die Wasserbereitstellung

und Wasserreinigung durch den Wald als besondere Leistung anzuerkennen und diese

dem Waldeigentümer zu entgelten", sagte Staatssekretär Ripke. "

So könnten die wirtschaftlich schwachen Forstbetriebe ein weiteres

wirtschaftliches "Standbein" erhalten", fügte er hinzu.
Herr Minister Ehlen habe es sich zur politischen Aufgabe gemacht, diesen gesellschaftlichen Prozess zu begleiten,

um der Forstwirtschaft eine Möglichkeit zu schaffen, ihre Leistungen der Gesellschaft zu für sie wirtschaftlich tragfähigen Bedingungen zur

Verfügung zu stellen.
"Es lässt sich nicht alles mit der Sozialpflichtigkeit des Eigentums begründen, zumal dann nicht, wenn der Eigentümer

immer höhere finanzielle Belastungen zu tragen hat", strich

Staatssekretär Ripke heraus.
Zum Schluss lobte der Staatssekretär vor allem die Jugendarbeit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Niedersachsen.

Durch Jugendwaldeinsätze, Waldjugendspiele und zukünftig vorgesehene Projekte mit Schulen würde

der praktische Bezug und das konkrete Umgehen mit dem Naturobjekt Wald vorbildlich gefördert.
Staatssekretär Ripke sagte: "Die Jugend ist die wichtigste Zielgruppe, denn aus ihr kommen die verantwortlichen

Gestalter des Waldes in der Zukunft. Auch das ist ein wichtiger Aspekt der Nachhaltigkeit".